Letzte Änderung: 19. August 2015

CCLA 2012

Rechtsvergleichung ermöglicht nicht nur, das Recht anderer Länder kennen zu lernen. Jeder Vergleich bietet vielmehr auch die Chance, das eigene Recht in neuem Licht zu sehen, lässt der Kontrast zu einer anderen Rechtsordnung die Besonderheiten des eigenen doch deutlicher hervortreten. Dies zwingt dazu, das eigene Recht zu erklären, zu hinterfragen, vielleicht auch zu rechtfertigen und so im Ergebnis häufig besser zu verstehen. 

Dies sind nur einige der Gründe, weshalb die Rechts- und Verfassungsvergleichung für Juristen von Interesse sein kann. Meist befasst sich die Rechtsvergleichung nun jedoch mit anderen europäischen Staaten oder den USA, also mit „westlichen“ Rechtsordnungen. Das deutsch-indische Seminar bietet dagegen die seltene Möglichkeit, einen vertieften Zugang zu Recht und Verfassung in einem ganz anderen Kulturkreis, nämlich dem indischen, zu gewinnen. Gerade die Auseinandersetzung mit dem Recht der größten Demokratie der Welt, das durch einen starken Gerichtshof und Grundrechte geprägt ist, kann besonders faszinierend und lehrreich sein.   

 

 

Das Seminar führt zunächst in die grundlegenden Methoden der Rechtsvergleichung ein, um das nötige „Handwerkszeug“ zu vermitteln. Im Anschluss daran werden diese Kenntnisse für die konkrete deutsch-indische Rechtsvergleichung fruchtbar gemacht. Dabei werden wir uns auch mit der reichhaltigen indischen Rechtsliteratur, die Recht und Rechtsvergleichung gerade aus der eigenen postkolonialen Perspektive kritisch reflektiert, befassen. 

In einem Blog berichten die indischen und deutschen Studierenden von Ihren Eindrücken und Erfahrungen während des Seminars. Den Blog finden Sie hier.

Das Seminar findet als Blockseminar im Juni 2012 gemeinsam mit Studenten aus Bangalore (Indien) statt. Eine Folgeveranstaltung wird im Wintersemester 2012/2013 in Indien stattfinden.

Das Programm zum Seminar mit der Literaturliste finden Sie hier, die Literatur selbst wird auf unserer englischen Homepage im Downloadbereich zur Verfügung gestellt [hier].